In Bildern leben - Die filmischen Reflexionen des Wim Wenders
Ein Film von Peter Buchka

Nach Fassbinder‘s Tod und Alexander Kluge‘s Rückzug vom Kinofilm ist Wim Wenders unumstritten der bedeutendste, auch international renommierteste Filmregisseur in Deutschland. Viele seiner Filme, besonders aber „Alice in den Städten“, „Im Lauf der Zeit“, „Der Stand der Dinge“ und „Himmel über Berlin“ sind Meilensteine der neueren deutschen Filmgeschichte.
Wenders besondere Qualität liegt nicht nur in dem Umstand beschloßen, dass er das Lebensgefühl der deutschen Nachkriegsgeneration so exakt wie kein anderer über alle Veränderungen hinweg beschrieben hat, sondern, dass er diese Zustandsbeschreibungen immer in ein reflektiertes Verhältnis zu seinem Metier, dem Bildermachen und Geschichtenerzählen, gesetzt hat.
Wenders Filme stehen allesamt in der Tradition des europäischen Entwicklungsromans. Seine „road movies“ übertragen die romantische Figur des Wanderers auf die heutige Zeit. Darin kommt seine unermüdliche Suche nach einem sinnvollen Leben zum Ausdruck; eine Suche, die zunächst aus der bundesrepublikanischen Enge ausbricht, um im Doppelsinn des Wortes die Welt zu erfahren, und in der Fremde einen zeitgemäßen Begriff von Heimat zu entdecken. Dabei ist mit Heimat bei Wenders immer auch das Filmemachen selbst gemeint. Darum ist bei ihm stets das Problem im Zentrum seines Erzählens, wie man heute, im Zeitalter der Bilderfluten, noch adäquat mit Bildern umgehen kann.
Sehnsucht und Wirklichkeit, das Unsichtbare und das Sichtbare, werden bei ihm stets aufs neue auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und in ein kritisches Verhältnis zur (Film-) Geschichte gesetzt.
Die Ernsthaftigkeit, mit der Wenders seit nun fast 25 Jahren seine Geschichten in der Geschichte verankert, also „story“ und „history“ miteinander verwebt, und die Phantasie, die ihm immer wieder neue Bilder für dasselbe Problem hat finden lassen, machen diesen deutschen Filmemacher zu einem der wichtigsten Autorenfilmer der Gegenwart.
| Buch und Regie | Peter Buchka |
| Kamera | Claus Gottschall |
| Ton | David Heinemann, Björn Jensen, Oliver Lumpe |
| Schnitt | Matthias Bauer, Alexander Rupp |
| Musik | Thomas Osterhoff |
| Produktionsleitung | Björn Jensen, Jutta Göller |
| Redaktion | Hubert von Spreti (BR) |
| Produzent | Jörg Bundschuh |
Eine Produktion von Kick Film in Coproduktion mit dem BR
Unterstützt mit Mitteln der Bayerischen und Berliner Filmförderung
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