Ich werde reich und glücklich

Alle wollen sie reich und glücklich werden: der Berggastronom aus Davos, die Nailart-Designerin aus Zeulenroda und der protestantische Pfarrer aus Frankfurt. Alle wollen sie erfolgreich sein. Wie das gehen soll, sagt ihnen der Erfolgs- und Motivationstrainer Jürgen Höller. Ihm folgen sie bei der Suche nach Geld und Glück.
"Erfolglose Menschen sind unsozial“, behauptet Jürgen Höller. Alles ist machbar – auch der Erfolg im Leben. Die Botschaft ist schlicht und verkauft sich gut. „Ich will – also schaffe ich es.“ Höllers Regieanweisungen, die er in zahllosen, immer teurer werdenden Seminaren gibt, sind für seine Anhänger Garanten des Erfolgs. Daran kann auch der finanzielle Kollaps des Erfolgstrainers nichts ändern (Insolvenz im Dezember 2001). Die Grenze zwischen Motivation und Manipulation ist hauchdünn. Es sind die bekannten Mechanismen von geführt werden und Gefolgschaft, von Allmacht und Abhängigkeit, von Fremdsteuerung und Selbsttäuschung, die den Weg zum „Erfolg“ markieren.

Doris Metz hat drei Frauen und drei Männer über acht Monate hinweg auf ihrer Suche nach dem Erfolg begleitet. Herausgekommen sind bizarre, anrührende und beklemmende Geschichten von Menschen, die Gewinner sein wollen und sich dabei immer mehr verlieren. Die Filmemacherin taucht mit ihren Protagonisten ein in die Welt der Erfolgssüchtigen und vermittelt Einblicke in den Seelenzustand einer Gesellschaft, die es sich angewöhnt hat, Geld mit Glück gleichzusetzen.
Im Laufe der Dreharbeiten erfaßt das Scheitern der New Economy auch die Erfolgsgurus. Die Phase der Entmystifizierung des „Alles-ist-machbar“-Denkens beginnt. Neben dem ökonomischen Scheitern macht der Film das innere Scheitern des Erfolgskults sichtbar: die gedankliche Leere hinter der Fassade eines zwanghaft positiven Denkens – und die grosse menschliche Einsamkeit. Was bleibt übrig von einem Weltbild, das nur den Erfolg kennt und plötzlich mit dem Misserfolg leben muss?

Der Spiegel: ..."ein wunderbarer Dokumentarfilm..." Berliner Tagesspiegel: ... "Faszinierende Doku” ... Berliner Zeitung: ... "Irgendwie muss man da an Loriot in ‘Pappa ante portas‘ denken ... Weil es zwar komisch, aber auch anrührend ist” Thüringer Allgemeine: ..."ein starker außergewöhnlicher Film..." Münchner Abendzeitung: ..."hervoragender Dokumentarfilm..."

Buch und Regie Doris Metz
Kamera Sophie Maintigneux
Ton Olaf Krohn
Schnitt Gaby Kull-Neujahr
Musik Gert Wilden Jr.
Produktionsleitung Jutta Göller
Herstellungsleitung Björn Jensen
Redaktion Gudrun Hanke-El Ghomri (SWR), Brigitte Schroedter (BR)
Produzent Jörg Bundschuh

Eine Produktion von Kick Film in Coproduktion mit SWR und BR
Gefördert durch FilmFernsehFonds Bayern und Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg.

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