Amok!

Nichts im Leben kann einen Vater auf den Anruf vorbereiten, den Gregory Gibson im Dezember 1992 vom Simon's Rock College in Massachsetts erhält. Man teilt ihm mit, daß sein 18jähriger Sohn Galen erschossen worden ist. Von einem anderen Studenten namens Wayne Lo.

Wayne glaubte, einen göttlichen Befehl zu hören, nahm seine Waffe, überquerte das Campus-Gelände und schoß auf jeden, der ihm über den Weg lief: Zuerst auf einen Security Guard, dann auf einen Professor. Galen lernte gerade in der Bibliothek auf eine Prüfung. Er hört draussen Lärm, andere Studenten rannten in die Bibliothek, riefen etwas von einem Unfall. Galen sprang auf, rannte nach draussen, um zu helfen – und wurde das nächste Opfer des Amokläufers. Eine Kugel traf ihn in die Brust, die andere in den Bauch.

Galen Gibson

Amok – Die Getroffenen werden ohne jegliche Vorwarnung aus dem Leben gerissen – menschliche Bewegung erstarrt in einem beliebigen Moment. Nach jedem Amoklauf stehen wir fassungslos vor der Blutspur, die der Täter hinterlassen hat, und stellen die Frage nach dem Warum.

Georg Stefan Troller geht dieser Frage nach. Er erzählt vom Amoklauf des Wayne Lo. Aus dem hochbegabten Sohn taiwanesischer Einwanderer, der an einem der angesehensten Colleges der USA studierte, wurde durch die albtraumhafte Tat, ein zu „lebenslang“ verurteilter Mörder. Die Eltern des Täters, der Täter selbst und die Familie des Opfers stehen heute in Kontakt miteinander. Alle versuchen das Unfassbare zu verstehen.

Die Eltern von Wayne Lo


Trailer
Quicktime/ Mpeg

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Troller zementiert keine vorgefaßte Meinung, er hört zu, mit bemerkenswerter Ausdauer. Der Film "Amok" verzichtet auf Zerrstimmen und Blitzlichtattacken, geht den Dingen in klaren Bildern auf den Grund, und wenn er nicht alle Rätsel löst, so zeigt er immerhin, wie die Wahrheit aussehen könnte. Der Spiegel: Troller gelingt ein fesselndes Dokument jenseits wohlfeiler Antworten. Die Welt: ...klar, schnörkellos und zugleich emotionsstark...

Buch und Regie Georg Stefan Troller
Kamera Stefan Schindler
Ton Stefan Ravasz
Schnitt Gaby Kull-Neujahr
Musik Gert Wilden jr.
Redaktion Juliane Endres (SWR)
Produzent Jörg Bundschuh

Eine Produktion von Kick Film in Coproduktion mit SWR

 

 
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